Die Bürgerinitiative Pallien – Trier-West gründet einen Verein.

Vor fünf Jahren hat die Bürgerinitiative gegen den Schwerlastverkehr und zur Verkehrsberuhigung in Pallien und Trier West ihre Arbeit aufgenommen. Es sind seither nur bescheidene Erfolge zu verzeichnen: (1) eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Bonner Straße (bis zu deren geplanten Ausbau), nicht aber in Kölner und Aachener Straße.(2) Die Zusicherung des ehemaligen Verkehrsministers, dass ein Antrag der Stadt auf Tempo 30 vom Landesbetrieb Mobilität positiv aufgenommen werden würde, und (3) die Bereitschaft der Stadt, anstelle des geforderten Zebrastreifens zumindest eine Querungshilfe an der Bahnunterführung zu Beginn der Bonner Straße bauen zu lassen. Schließlich ist (4) das Konzept einer schnelleren B 51 durch die Hornstraße und das Gelände des Ausbesserungswerk und der Bobinet gescheitert, allerdings nicht an den Bedenken des Ortsbeirates oder dem Einspruch der Bürger, sondern an dem eines Investors.

Diesen Zugeständnissen steht die mangelnde Bereitschaft der Stadt gegenüber, die zugrunde liegenden Probleme von Verkehr, Lärm und Feinstaub wirklich anzugehen:

1) Der Lärmaktionsplan der Stadt Trier, der immerhin 300 000 € gekostet hat, ist zu den Akten gelegt. Den Schallschutz und die Geschwindigkeitsbeschränkungen, die dort vorgeschlagen sind, wird es nicht geben. Die Bürger wurden darüber nicht einmal informiert.

2) Die Stadt lehnt es weiterhin ab, die Kontrolle der Geschwindigkeit im Stadtgebiet zu übernehmen, obwohl andere Städte damit gute Erfahrungen gemacht haben.

3) Die Stadt lehnt es ab, sich für Feinstaubmessungen an den Schwerlastrouten an der Mosel einzusetzen. Das Problem der erhöhten Krebsbelastung im Trierer Tal wird also weiter ignoriert.

4) Der Stadtrat hat gegen den einstimmigen Beschluss des Ortsbeirats von Trier-West/Pallien die Verbreiterung der Bitburger Straße beschlossen und wird damit den Stau und die Abgase zwischen der Autobahnabfahrt und der Kaiser-Wilhelm Brücke aus dem Wald in den Ortbereich, konkret in die Kölner-, Aachener-, Hornstraße und Richtung Römerbrücke verlegen. Der Protest des Ortsbeirates war den Planern keine Zeile wert.

5) Der Stadtvorstand hat sich mit dem doppelten Stimmrecht des OB gegen die Umgehungsstraße (Moselaufstieg) festgelegt. Damit steht fest: Trier will auf den Schwerlastverkehr aus dem Saargau und aus Luxemburg nicht verzichten. Die anstehende Wiederaufnahme in den Bundes-verkehrswegeplan soll damit verhindert werden. Die Belastung des Trierer Tals durch Lärm und Feinstaub werden damit für Jahrzehnte festgeschrieben. Der Verkehrsinfarkt am Katharinen- und Barbaraufer wird unausweichlich, Trier-West zur dauerhaften Ausweichroute.

6) Besonders bedrohlich für die Anwohner der westlichen Stadtteile von Zewen bis Ehrang ist darüber hinaus die weiterreichende Verkehrsplanung. Bei der Reaktivierung der Westtrasse für das geplante Güterverkehrszentrum in Luxemburg und seine Verbindung nach Ehrang, für den bereits ein zweites Gleis zwischen Wasserbillig und Igel gebaut wird, sind in den westlichen Stadtteilen keine Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Der Westen gerät in die Klemme zwischen Schwerlastverkehr und Güterverkehr. Die resultierende Unbewohnbarkeit ganzer Straßenzüge und Stadtteile wird billigend in Kauf genommen, wie bei so vielen abgehängten, missachteten Stadtteilen in aller Welt.

Die katastrophale Verkehrspolitik der Stadt Trier geht also vor allem zu Lasten der westlichen Stadtteile und den Anwohnern der Transitstrecken östlich und westlich der Mosel. Daran wird sich auch mit Sicherheit nichts ändern, solange die Verantwortlichen damit rechnen, dass die betroffenen Bürger sich nicht wehren.

 

Sicher zur Mosel (Rathauszeitung 27.03.12)

Die viel befahrene Bonner Straße ist für die Einwohner von Pallien eine Barriere, die den Zugang zum Spazier- und Radweg am Moselufer erschwert. Eine provisorische Mittelinsel auf Höhe des Abgangs von der Kaiser-Wilhelm-Brücke zur Mosel soll die Situation jetzt entschärfen.

Zum Artikel in der Rathauszeitung Trier vom 27.03.2012

 

Querung Bonner Straße

Vorsicht! Frei laufende Fußgänger!

Auto an Auto braust vorbei, dazwischen dröhnen LKW: Wer in Höhe der Bahnunterführung zur Mosel über die Bonner Straße will, hat schlechte Karten. Deshalb fordert die SPD-Stadtratsfraktion an dieser Stelle den sofortigen Bau einer Verkehrsinsel, die das Überqueren sicherer machen soll.


Warten auf die Lücke: Die Überquerung der Bonner Straße in Höhe der Bahnunterführung ist für Fußgänger gefährlich. TV-Foto: Mechthild Schneiders

Trier-Pallien. “Vorsicht! Frei laufende Fußgänger!” Mit Schildern wie diesen hat die Bürgerinitiative “Verkehr in Trier-West/Pallien” bereits im Mai 2009 auf die Verkehrssituation in der Bonner Straße aufmerksam gemacht. Denn wer vom Moselradweg durch die Bahnunterführung kommend Richtung Kaiser-Wilhelm-Brücke und Innenstadt will, steht vor einem fast unlösbaren Problem: Er muss die Fahrbahn überqueren – auf der moselseitigen Straßenseite gibt es keinen Gehweg. Doch die Straße gehört zu einer der meist frequentiertesten in Trier: 20 000 Fahrzeuge fahren dort täglich.
Seit Jahren fordern die BI und der Ortsbeirat Trier-West/Pallien deshalb an dieser Stelle eine Überquerung, berichtet Ortsvorsteher Horst Erasmy (CDU). Laut Stadtverwaltung ist beim Ausbau der Straße, der für 2014 vorgesehen ist, eine Überquerung in Höhe der Bahnunterführung vorgesehen. Die Kosten für die Sanierung sind im Finanzhaushalt 2013 bereits veranschlagt.
Doch das dauert der SPD zu lange. “Wir wollen, dass jetzt ein erster Schritt getan wird”, sagt Rainer Lehnart, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion für Mobilität. Deshalb hat die SPD-Stadtratsfraktion für den heutigen Dezernatsausschuss IV einen Antrag gestellt. Darin fordert sie die Verwaltung auf, bis Mai Möglichkeiten zur Einrichtung einer Querungshilfe in der Bonner Straße zu erarbeiten. Die kleine Verkehrsinsel soll genügend Platz für Fußgänger, Fahrräder und Kinderwagen bieten.
Die Planungsvarianten inklusive Kosten sollen bis Juni Ausschuss und Ortsbeirat zur Diskussion vorgelegt werden. Anschließend soll sich der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Das Problem, so Lehnart, sei das über Jahre hinweg hohe Verkehrsaufkommen. Die Anlieger würden sich beschweren, dass die Autos und LKW zu schnell fahren. Als zügige und kostengünstige Lösung stellt sich Lehnart mobile Fahrbahnteiler vor, wie sie bereits in der Straße Auf der Weismark installiert sind. Diese ermöglichen eine sicherere Überquerung und engen die Straße so ein, dass Autos langsamer fahren müssen.

Eine der lautesten Straßen
Mit Beginn der Radfahrsaison und mehr Spaziergängern im Sommer sollten daher alle notwendigen Schritte getan sein, um den Bau zeitnah zu beginnen und diese seit Jahren vernachlässigte Stelle sicherer zu gestalten, so die Forderungen im SPD-Antrag. “Wir hoffen, dass so die Raserei an dieser Stelle gemindert werden kann”, sagt Lehnart.
Eine langfristige Geschwindigkeitsreduzierung fordern auch BI und Ortsbeirat seit Jahren. Bereits vier Bürgerversammlungen hat die BI einberufen. Das Ziel: weniger LKW im Stadtteil und Tempo 30. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bonner Straße mit mehr als 70 Dezibel (dB) am Tag und 60 dB nachts zu den lautesten Straßen in Trier gehört. Seit drei Jahren ist die Geschwindigkeit wegen Straßenschäden auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt. Doch BI und Ortsvertreter befürchten, dass nach der Sanierung wieder Tempo 50 gilt und es so nur wenig leiser wird.

Trierischer Volksfreund Online 20.03.2012

Trierer Weststrecke

Strecke der Trierer Weststrecke
Kursbuchstrecke (DB): ex263g/ex627
Streckennummer: 3140 / 3141
Streckenlänge: 14 (19) km
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Bahnhof, Station
0,0 Ehrang
   
zur Moselstrecke
   
Mäushecker Weg
   
zum Gbf Ehrang/Bw Ehrang (3141)
   
3,1 Biewer
Straßenbrücke
B 53
   
5,8 Pallien
Bahnübergang
Kölner Straße/Martinerfeld
   
7,7 Trier-West
   
zum Ausbesserungswerk Trier
   
Anschluss der frz. Armee
Bahnübergang
Eisenbahnstraße
   
9,6 Euren
Bahnübergang
Zeppelinweg (Anrufschranke)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
zum Industriegebiet Trier-Euren
   
12,6 Zewen
Bahnübergang
Kantstraße
Bahnübergang
Feldweg (Anrufschranke)
Straßenbrücke
B 49
   
14,2 zur Konzer Moselbrücke
   
zur Hindenburgbrücke (1912–1945)
Bahnhof, Station
15,7 Igel
   
zur Nims-Sauertalbahn
Grenze auf Brücke mit Wasserlauf
19,1 Igel/Grenze (Sauer ; nach Luxemburg)
Strecke – geradeaus
von Luxemburg

Als Trierer Weststrecke wird ein 14 km langer Abschnitt der Bahnlinie von Trier-Ehrang über Trier-West nach Wasserbillig / Luxemburg bezeichnet. Dieser zweigleisige, elektrifizierte Streckenabschnitt zwischen Trier-Ehrang und der Moselbrücke bei Konz bildet eine Umgehungsbahn für den Eisenbahnknoten Trier.

Die Strecke wurde zwischen 1860 und 1870 erbaut und dient seit 1983 ausschließlich dem Güterverkehr. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord plant, die Strecke wieder für den Personenverkehr mit einer stündlichen Regionalbahnverbindung von Wittlich nach Luxemburg zu nutzen. Derzeit fehlen dafür jedoch die erforderlichen Haltestellen.[1]

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